Schwanger trotz Regelblutung: 3 Gründe für die Blutung

Kann man schwanger trotz Regelblutung sein? Diese Frage stellen sich viele Frauen, wenn die Verhütung im vorangegangenen Zyklus fehlerhaft durchgeführt wurde oder wenn ein aktiver Kinderwunsch besteht. Wir klären auf, welche Formen der Blutung es gibt und wann es sich dabei um die Periode handelt. Leser mit wenig Zeit erhalten im Fazit die Kurzantwort, ob man schwanger trotz Regelblutung werden kann.

1 Keine Schwangerschaft bei eintretender Regelblutung

Für die Klärung der Frage, ob man schwanger trotz Regelblutung werden kann, erfolgt zunächst ein kleiner Biologieexkurs: Eine Schwangerschaft liegt dann vor, wenn die Eizelle von den männlichen Spermien im Eileiter befruchtet wird und sich anschließend in der Gebärmutter einnistet. Erfolgt keine Befruchtung und Einnistung, dann werden die unbefruchtete Eizelle und das vorbereitete „Nest“, aus der Gebärmutter ausgestoßen. Frauen verspüren diesen Vorgang einmal im Zyklus als Periodenblutung. Es ist demnach nicht möglich schwanger trotz Regelblutung zu sein, da diese Blutung das genaue Gegenteil anzeigt. Weil es bei einer Einnistung jedoch ebenfalls zu Blutungen kommen kann, besteht die Möglichkeit, dass Frauen diese Einnistungsblutung mit der Periode verwechseln.

Schwanger trotz Regelblutung
Schwanger trotz Regelblutung: Wenn die Eizelle erfolgreich befruchtet wurde, dann kann es Blutungen kommen, die sich leicht mit der Periode verwechseln lassen.

2 Bei diesen Blutungsarten besteht Verwechselungsgefahr

Im folgenden stellen wir die unterschiedlichen Arten von vaginalen Blutungen vor, die sich zur Verwechslung eignen und den Eindruck entstehen lassen, dass man schwanger trotz Regelblutung ist. Es gibt jedoch einige pauschale Kriterien, anhand derer man die Blutungen unterscheiden kann:

  1. Die Regelblutung tritt bei vielen Frauen regelmäßig auf und lässt sich auch mit unserem Zyklusrechner vorhersagen. Sie ist intensiver und dauert länger.
  2. Einnistungsblutungen oder hormonelle Schwangerschaftsblutungen sind heller und kürzer in ihrer Dauer. Unterleibsziehen und weitere frühe Schwangerschaftsanzeichen kündigen der werdenden Mutter an, dass sie schwanger ist.

2.1 Nidationsblutung oder Einnistungsblutung

Die Einnistungsblutung wird auch Nidationsblutung genannt und entsteht, wenn sich die befruchtete Eizelle im Gewebe der Gebärmutter einnistet. Dabei verbindet sich die Eizelle mit der Schleimhaut. Bei diesem Vorgang entstehen kleine Risse in der Haut und es kommt zu Blutungen aufgrund der verletzten Blutgefäße. Dies begünstigt den Eindruck schwanger trotz Regelblutung zu sein. Da die Einnistungsblutung etwa zwei Wochen nach dem Eisprung in der 4. Schwangerschaftswoche (SSW) eintritt, fällt diese häufig in den Zeitraum der erwarteten Periode. Weiterhin wird die Verwechslungsgefahr dadurch begünstigt, dass die Nidation (lateinisch für Einnistung) mit Unterleibsschmerzen einhergehen kann. So entsteht bei einigen Frauen der Eindruck, dass Sie schwanger trotz Regelschmerzen sind.

2.2 Die hormonbedingte Schwangerschaftsblutung

In der Schwangerschaft spielen die Hormone verrückt. Eine der Folgen sind plötzliche oder zyklisch auftretende Blutungen. Diese ähneln der Regelblutung in der Periode, sind aber meistens schwächere Schmierblutungen. Dennoch entsteht auch hierbei leicht der Eindruck, dass man schwanger trotz Regelblutung geworden ist. Gerade wenn der Zyklus deckungsgleich mit der erwarteten Monatsblutung ist, dann kann eine Schwangerschaft im Extremfall sogar in den ersten Schwangerschaftsmonaten unentdeckt bleiben. Die Hormone spielen auch bei der Einnahme der Pille eine Rolle. Wenn es zur Schwangerschaft trotz Pille kommt, dann kann auch hier die hormonelle Situation zu einer hormonbedingten Schwangerschaftsblutung führen. Zur Unterscheidung der Blutungsarten empfiehlt es sich, auf Schwangerschaftsanzeichen wie Übelkeit, Spannungsgefühl in den Brüsten, oder auch erhöhte Basaltemperatur zu achten.

Sollten Sie unsicher sein, ob eine ungewollte Schwangerschaft besteht. Empfiehlt es sich, einen Schwangerschaftstest durchzuführen.

3 Fazit: Kann man trotz Periode schwanger sein?

Die Antwort auf die Frage ob man trotz Regelblutung schwanger sein kann ist ein klares NEIN. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit hormonellen Schwangerschaftsblutungen oder Einnistungsblutungen, da beide im gleichen Zeitraum vorkommen und von ähnlichen Symptomen begleitet werden können. Die Kenntnis früher Schwangerschaftsanzeichen und die hellere Farbe von Einnistungsblutungen, bei gleichzeitig geringerer Intensität, bieten Frauen jedoch einen guten Ansatz zur eigenständigen Unterscheidung. Im Zweifelsfall beseitigt ein frühester Schwangerschaftstest oder der Besuch beim Frauenarzt die Ungewissheit, ob man schwanger trotz Regelblutung ist.

Dieser Artikel gehört zur Ratgeberserie über Verhütungsthemen. Überblick aller Ratgeber:


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