Milcheinschuss – Symptome, Anzeichen & Tipps zum anregen

Der Milcheinschuss ist der erste Moment, an dem die Produktion von Muttermilch beginnt. Dies erfolgt circa ab dem 3. oder 4. Tag nach der Geburt. Bis zu diesem Zeitpunkt versorgt das Kolostrum (eine Vormilch) das Baby mit wichtigen Nährstoffen.

In diesem Ratgeber zur ersten Milchproduktion nach der Geburt erfahren Sie

  • ab wann der Milcheinschuss beginnt
  • welche Symptome und Anzeichen die erste Milchbildung begleiten
  • Tipps, wie Sie den Milcheinschuss anregen, fördern und stoppen

Ab wann beginnt der Milcheinschuss?

Der Milcheinschuss setzt einige Zeit nach der Geburt ein, sobald die Konzentration der Schwangerschaftshormone ab- und die Konzentration der Stillhormone zunimmt. In der Regel findet dieser Prozess zwischen dem 2. und 4. Tag nach der Geburt statt. Die Dauer zwischen dem Kolostrum und dem ersten Einsetzen von Muttermilch ist von Frau zu Frau allerdings unterschiedlich.

Nach jeder Geburt wird das Baby zunächst an die Brust gelegt, von der es das Kolostrum trinken kann. Da diese Erstmilch besonders nahrhaft ist, sollte das Baby so oft wie möglich mit Kolostrum gestillt werden. Es versorgt das Neugeborene in den ersten zwei Tagen nämlich mit wichtigen Kalorien, Nährstoffen, Proteinen und Antikörpern, bis der Milcheinschuss endlich einsetzt.

Milcheinschuss

Der Milcheinschuss läutet den Beginn der Produktion von Muttermilch ein und tritt etwa ab dem 2. bis 4. Tag nach der Geburt auf. Bis zu diesem Zeitpunkt versorgt das Kolostrum (eine Erstmilch) das Baby mit wichtigen Nährstoffen.

Milcheinschuss – Symptome, Anzeichen und Schmerzen

Bei jeder Mutter macht sich der Milcheinschuss durch verschiedene Anzeichen und Symptome bemerkbar. Diese Anzeichen können von keinerlei Beschwerden bis hin zu einem leichten Ziehen in der Brust, zu starken Schmerzen oder gar Fieber führen. Daher empfinden manche Frauen den Milcheinschuss als sehr unangenehm bis schmerzhaft, während andere Frauen es nicht einmal bemerken.

Als typische Symptome, Anzeichen und Schmerzen bei der ersten Milchbildung gelten allerdings die Folgenden:

  • warme, spannende Brüste
  • Schmerzen und Ziehen in der Brust
  • leichtes bis hohes Fieber (Achtung: Fieber deutet auf eine Entzündung!)
  • unkontrolliert aus der Brust austretende Muttermilch

Milcheinschuss anregen, fördern und beschleunigen

Ein holpriger Start in die Stillzeit mit verspäteter bis ausbleibender Muttermilch ist keine Seltenheit und kann verschiedene Ursachen haben. Insbesondere nach einer Kaiserschnittgeburt fragen sich Frauen oft, wie sie den Milcheinschuss fördern und beschleunigen können. Denn das Stillen nach einem Kaiserschnitt ist viel komplizierter als bei einer vaginalen Geburt. Aufgrund von Störungen bei der Milchbildung setzt der Milcheinschuss nach einem Kaiserschnitt später ein.

Die Ursachen für einen verspäteten Milcheinschuss können sein:

  • vorzeitiger geplanter Kaiserschnitt
  • Medikamente während der Schwangerschaft und Geburt
  • falsche Stilltechnik, falsches Anlegen des Babys
  • Stillen nach der Uhr
  • Ungeduld
  • Fieber (siehe auch Kindbettfieber)

Tritt keine Muttermilch aus der Brust oder hat das Baby Saugschwierigkeiten, kann es daran liegen, dass die Brust zu hart ist und verengte Milchgänge den Milchfluss behindern. In diesem Fall können spezielle Aufsätze für Brustwarzen helfen, Muttermilch anzuregen. Diese funktionieren mit einem Pumpmechanismus und helfen dem Baby beim Saugen.

Alternativ helfen auch Auflagen für die Brust. Dabei kann man zwischen wärmenden und kühlenden Auflagen abwechseln. Warme Auflagen für die Brust entspannen die Milchgänge vor dem Stillen. Dadurch kann die Milch besser fließen. Kühlende Auflagen wie z.B. Quarkwickel für die Brust sind hilfreich, um Schwellungen der Brüste abzuklingen. Für die Quarkwickel wickelt man einfach ein bisschen Quark in ein sauberes Geschirrhandtuch und legt es für ein paar Minuten auf die geschwollene Brust.

So stoppen Sie zu viel Milcheinschuss

Wenn zu viel Muttermilch unkontrolliert aus der Brust austritt, ist das kein Grund zur Panik. In der Regel ist das normal und es benötigt Zeit, bis sich die Milchbildung normalisiert. Bei einem zu starken Milcheinschuss ist es hilfreich, die Muttermilch per Hand auszustreichen. Sie können überschüssige Muttermilch beispielsweise auch abpumpen und in Milchflaschen aufbewahren (einfrieren).

In geringen Mengen können auch Tees aus Heilpflanzen wie z.B. Pfefferminztee oder Salbeitee helfen, die Milchproduktion einzudämmen. Allerdings ist beim Verzehr Vorsicht geboten, da eine zu große Menge dieser Teesorten eine abstillende Wirkung hat.

Ist die abstillende Wirkung gegen Ende der Stillzeit allerdings gewünscht, darf gerne auf diese Teesorten zurückgegriffen werden.

Dieser Artikel gehört zum Ratgeber zum Thema Muttermilch. Überblick aller Artikel:


Letzte Aktualisierung der Produktboxen am: 26.04.2018 | Alle Preise dieser Seite sind inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten | Affiliate Links & Bilder entstammen der Amazon Product Advertising API.