21 Fragen & Antworten zur Hebamme

Die Hebamme

In diesem Ratgeber beantworten wir 21 Fragen über Hebammen. Sie erfahren was eine Beleghebamme ist, was sie im Beruf macht und wie lange und oft sie zu Besuch kommt. Auch die Kosten der Leistung und die Übernahme durch die Krankenkasse werden erläutert und wir haben einen Fragenkatalog mit wichtigen Themen für Ihr Erstgespräch nach der Hebammensuche erstellt.

Weiterhin stellen wir die Ausbildung für Hebammen vor. Wir zeigen wie man Hebamme wird, welcher Abschluss Voraussetzung ist und wie lange die Ausbildung dauert. Zu guter Letzt thematisieren wir das Gehalt und stellen einige interessante Statistiken bereit.

Was ist eine Hebamme?

Diese ausgebildete Fachkraft unterstützt schwangere Frauen vor, nach und während der Geburt. Dabei ist vor Beginn des Berufslebens eine dreijährige Ausbildung mit staatlicher Prüfung zu absolvieren. Im Hebammengesetz werden folgende Befähigungen vorausgesetzt:

  • Beratung von schwangeren Frauen vor, nach und während der Geburt.
  • Fürsorgliche Leitung von normal verlaufenden Geburten
  • Frühzeitiges Erkennen von Komplikationen des Geburtsverlaufs
  • Neugeborenenversorgung
  • Überwachung des Wochenbettverlaufs
  • Anfertigung einer Dokumentation des Geburtsverlaufs

Was macht eine Hebamme?

In Deutschland dürfen ausschließlich Ärzte und Hebammen oder Entbindungspfleger Geburtshilfe leisten. Darunter versteht man gemäß Hebammengesetz:

  1. Überwachung des Geburtsvorgangs ab Einsetzen der Wehen
  2. Hilfe bei der eigentlichen Geburt
  3. Überwachung des Wochenbettverlaufs

Hebammen führen also die Schwangerenvorsorge bei normal verlaufenden Schwangerschaften und die Betreuung während und nach der Geburt durch. Die enge Bindung zur Schwangeren basiert auf persönlichen Gesprächen und Fragen über das Erleben der Schwangerschaft und einem hohen Maß an Fürsorge.

Zum Leistungsangebot gehört auch eine Vielzahl an Schwangerschaftsuntersuchungen, die von Hebammen in Ergänzung oder Zusammenarbeit mit einem Gynäkologen durchgeführt werden können. Nach der Geburt steht für bis zu zwölf Wochen der Wochenbettbesuch auf dem Programm. Dieser umfasst beispielsweise:

  • Gewichtskontrolle des Babys
  • Hilfe beim ersten Baden des Kindes
  • Kontrolle der Rückbildung
  • Stillhilfe und Tipps

Welche Untersuchungen führen Hebammen durch?

Die Vorsorgeuntersuchungen finden bis zur 32. SSW alle vier Wochen statt. Ab der 32. Schwangerschaftswoche erfolgt alle zwei Wochen eine Untersuchung. Außer den Ultraschalluntersuchungen können alle körperlichen Untersuchungen auch von Hebammen durchgeführt werden. Werden die Vorsorgeuntersuchungen als Hausbesuche angeboten, dann spart man sich sogar die Zeit für den Weg in die Praxis des Frauenarztes. Beispiele für Untersuchungen sind:

  • Abhören von kindlichen Herztönen
  • Abtasten der Lage des Babys im Bauch der Mutter
  • Beobachtung körperlicher Veränderungen
  • Blutdruckmessung und Blutuntersuchung
  • Gewichtsbestimmung
  • Größenmessung des ungeborenen Kindes
  • Hilfe bei typischen Schwangerschaftsbeschwerden
  • Urinuntersuchung oder vaginale Untersuchung

Was ist eine Beleghebamme?

Die Beleghebamme ist eine freiberufliche Hebamme mit einem Belegvertrag bei mindestens einer Geburtsklinik. Alternativ kann Sie auch in einem Krankenhaus mit Belegsystem arbeiten. Im Gegensatz zu den fest angestellten Mitarbeitern der Kliniken, kann man die Beleghebamme selbst mitbringen und vorab bereits, durch individuelle Fragen und Zusammenarbeit, ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Allerdings darf diese nur in den Geburtskliniken praktizieren, mit denen Sie einen Vertrag abgeschlossen hat. Es empfiehlt sich, sich rechtzeitig um eine Beleghebamme zu kümmern, da die Nachfrage regional sehr groß sein kann.

Muss ich eine Hebamme haben? Ist eine Hebamme Pflicht?

In Deutschland ist es Pflicht, dass bei einer Geburt im Krankenhaus eine Hebamme oder ein Entbindungspfleger zur Unterstützung anwesend sein muss. Diese Notwendigkeit ist im Hebammengesetz unter §4 Abs. (1) geregelt. Alle weiteren Leistungen vor und nach der Geburt sind optional und Sie müssen bei Bedarf die Hebamme nach freien Terminen und Betreuungsleistungen fragen.

Beleghebamme
Hebammen leisten wichtige Arbeit und helfen bei einer erfolgreichen Geburt. In Deutschland besteht daher eine gesetzliche Pflicht für die Anwesenheit einer (Beleg-)Hebamme beim Geburtsvorgang.

Wie oft kommt die Hebamme?

Bei der Nachsorge kommen Hebammen bis zum zehnten Tag nach der Geburt zunächst täglich (bis zu zweimal) vorbei. Die Intervalle der Besuche nehmen bei gutem Wochenbettverlauf immer weiter ab und werden seltener. Die Frage, wie oft die Hebamme kommt, hängt aber immer auch vom körperlichen Zustand der Mutter und des Babys ab und lässt sich nicht allgemein beantworten.

Hinweis: Jeder Wochenbettbesuch wird nur mit einer Pauschale vergütet und nicht nach Zeit. Sie können Ihrer Hebamme also etwas gutes Tun, wenn Sie statt einem Termin mit 90 Minuten, sich lieber zwei Mal am Tag für je 45 Minuten versorgen lassen. So stimmt auch die Bezahlung der Leistung und beide Parteien haben etwas davon.

Wie lange kommt die Hebamme?

Hebammen kommen nach der Geburt für bis zu zwölf Wochen zum Wochenbettbesuch. Dies ist die Dauer, die von der Krankenkasse bezahlt wird. Weiterhin gibt es bezahlte Termine im Anschluss, bei denen das Stillen und die Ernährung des Babys thematisiert werden. Sollte eine längere Betreuung gewünscht werden, dann muss diese selbst bezahlt werden.

Wie lange besteht Anspruch auf eine Hebamme?

In den ersten zehn Tagen nach der Geburt hat die Mutter Anspruch auf bis zu zwei tägliche Hebammenbesuche. Bis zur zwölften Woche darf man sich von der Hebamme 16-mal beraten lassen. Acht weitere Termine stehen für Probleme mit Ernährung und Stillen bereit. Darüber hinaus kann der Arzt weitere Besuche anordnen. Kommt es zu einem medizinischen Schwangerschaftsabbruch oder einer Totgeburt, dann besteht ebenfalls Anspruch auf Hebammenhilfe.

Was kostet eine Hebamme?

Die Kosten sind in der Hebammenvergütung festgelegt und abhängig von der erbrachten Leistung. Auf der Seite von Hebrech, kann man jeweils die aktuellsten Beträge einsehen. Dort können Sie sich die Kosten für individuell ausgewählte Leistungen heraussuchen und kalkulieren. In den Dokumenten von Hebrech finden Sie jeweils die aktuellsten Daten. Noch eine gute Nachricht zum Schluss: Die Kosten werden üblicherweise von der Krankenkasse getragen.

Wer bezahlt die Hebamme?

Die Frage nach der Kostenerstattung der Hebammenleistung liefert eine erfreuliche Antwort. Die Kosten der Hebammenbetreuung werden von der Krankenkasse übernommen. Für die dauerhafte Rufbereitschaft vor der Geburt fällt allerdings eine Rufbereitschaftspauschale für die Schwangere an. Die Krankenkasse übernimmt bei der Nachbetreuung Wochenbettbesuche für bis zu 8 Wochen, sowie einige Beratungstermine, in denen es um Stillen und die richtige Ernährung des Babys geht. Werden darüber hinaus weitere Termine oder spezielle Sportkurse gewünscht, dann müssen diese Kosten selbst gezahlt werden.

Hebamme Kosten
Kosten ausgewählter Hebammenleistungen: Üblicherweise zahlt die Krankenkasse die meisten Kosten der Hebamme. Fragen Sie sicherheitshalber bei Ihrer Krankenversicherung nach, welche Leistungen abgedeckt sind.

Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Krankenkasse an, welche Leistungen und Gebühren übernommen werden. Mit etwas Glück werden auch die Kosten für Rufbereitschaftspauschale, Geburtsvorbereitungskurse mit Partner oder Kinderwunschberatung übernommen. Sollten Sie nach den Fragen an die Hebamme im Vorgespräch merken, dass diese doch nicht zu Ihnen passt, dann ist es häufig sinnvoller, sich nach einer anderen Betreuung umzusehen. Allerdings zahlt die Krankenkasse für das Erstgespräch nur einmalig die Kosten.

Suche und Kontaktaufnahme

Ab wann brauche ich eine Hebamme?

Zu den häufigsten Suchen im Internet gehört die Frage „ab wann man sich eine Hebamme besorgen und kontaktieren“ sollte. Wann man die Hebamme braucht, hängt auch vom eigenen Beratungsbedarf ab. Wer in der Frühschwangerschaft an Schwangerschaftsbeschwerden leidet, dem nützt es nichts, sich erst ab der 16. SSW nach Hebammenhilfe umzusehen.

Überlegen Sie sich daher genau, welche der folgenden Leistungen Sie benötigen, denn außer bei der Klinikhebamme müssen Sie selbst die gewünschten Personen kontaktieren und die Organisation besorgen!

  • Beratungen in der Frühschwangerschaft
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Geburtsvorbereitungskurse
  • Geburtsbetreuung durch Klinikhebamme (keine Organisation nötig) ALTERNATIV:
    • Geburt in Klinik mit Beleghebamme
    • Hausgeburt
    • Geburtshaus
  • Wochenbettbetreuung durch freiberufliche Hebamme
  • Rückbildungskurse

Ab wann sollte ich eine Hebamme suchen?

Die Frage, ab wann man eine Hebamme suchen sollte, ist abhängig von den gewünschten Leistungen. Prinzipiell gilt: je früher, desto besser. Die folgenden Termine sind als unverbindliche Empfehlung zu verstehen, bei schlechter Versorgungslage sollten Sie direkt nach Bekanntwerden der Schwangerschaft mit der Suche beginnen:

  • Frühschwangerschaft und erste Vorsorgeuntersuchungen: Nehmen Sie Kontakt auf, sobald Sie erfahren, dass eine Schwangerschaft vorliegt.
  • Geburtsvorbereitungskurse: Da diese sehr schnell ausgebucht sind, ist es sinnvoll, sich bereits zwischen der 16. und der 18. SSW um die Planung zu kümmern.
  • Geburtsbetreuung, Hausgeburt und Wochenbettbetreuung: Ab der 20. SSW ist ein guter Zeitpunkt für die Suche nach einer (Nachsorge-)Hebamme.

Ab wann sollte ich eine Hebamme fürs Wochenbett suchen?

In der Schwangerschaft ist es in Gebieten mit guter Versorgung sinnvoll, sich ca. ab der 20. SSW um eine Nachsorgehebamme fürs Wochenbett zu kümmern. Je nach Region und Verfügbarkeit langt auch eine spätere Kontaktaufnahme oder der Termin muss deutlich früher statt finden, wenn es zuwenig Hebammen gibt. In Ballungsgebieten, wie beispielsweise Hamburg ist die Kontaktaufnahme direkt bei Bekanntwerden der Schwangerschaft sinnvoll!

Wie finde ich eine Hebamme?

Hebammen finden Sie schnell über die Internetrecherche, von wo aus sie sich leicht per Telefon oder E-Mail kontaktieren lassen. Achten Sie bei der Suche auf jeden Fall auf eine räumliche Nähe mit kurzer Anfahrt. Viele Landkreise oder große Städte bieten  lokale Kontaktlisten an. Auch der deutsche Hebammenverband ist eine gute Anlaufstelle zur Hebammensuche, da dort ca. 19000 der etwa 22000 bis 23000 deutschen Hebammen Mitglied sind. Auf Hebammensuche.de gibt es eine große Datenbank mit lokaler PLZ-Abfrage. Weitere Ansprechpartner, die Sie bei der Hebammensuche fragen können, sind beispielsweise:

  • Apotheker
  • Ärzte und Gynäkologen
  • Hebammenpraxen, Geburtshäuser, Entbindungskliniken, Krankenhäuser
  • Krankenkassen
  • etc.

Welche Hebamme soll ich nehmen?

Bei der Frage nach der Auswahl von Hebammen gibt es vier ganz wichtige Punkte, auf die man achten sollte:

  1. Räumliche Distanz: Arbeitet die Person auch in meiner Nähe, sodass bei der Geburt eine kurze Anfahrt gewährleistet ist?
  2. Leistungsprofil: Werden alle Leistungen angeboten, die ich mir wünsche?
  3. Verfügbarkeit: Ist rund um den errechneten Stichtag (siehe Geburtsrechner) noch Kapazität frei, um mich aufzunehmen?
  4. Verständigung: Der vielleicht wichtigste Punkt dieser Liste – Wie verstehe ich mich mit der Hebamme und besteht ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen uns?

Wichtig ist, dass Sie sich bei der Hebamme gut aufgehoben fühlen und mit ihr über alle Ängste und Fragen offen reden können. Aufklärung und Betreuung sollten sich stimmig anfühlen. Für viele Schwangere spielt beim Sympathiefaktor auch das Alter der Hebammen eine Rolle. So hat man beispielsweise die Wahl zwischen „jung und dynamisch“ oder „alt und erfahren“. Wenn Sie eine bestimmte Klinik für die Geburt bevorzugen, dann sollten Sie eine Beleghebamme wählen, die dort auch einen Vertrag zum Arbeiten besitzt.

Was tun wenn man keine Hebamme findet?

Wenn Sie keine Hebamme finden, dann prüfen Sie zunächst alle möglichen Ansprechpartner und fragen Sie um Rat. Häufig sind Datenbanken unterschiedlicher Stellen auch mit verschiedenen Informationen gefüllt. Prüfen oder fragen Sie daher

  • Apotheker, Ärzte und Gynäkologen
  • Gesundheitsämter
  • Hebammenpraxen, Geburtshäuser, Entbindungskliniken, Krankenhäuser
  • Krankenkassen
  • Telefonbuch oder Gelbe Seiten
  • Facebookgruppen (für Berlin bspw. Hebammenvermittlung Berlin) und Foren

Es kann auch sein, dass in Ihrer Region eine Unterversorgung besteht und Sie daher niemanden zur Betreuung finden. Unter folgendem Link hat der DHV eine interaktive Karte zur Hebammenunterversorgung erstellt. Wenn Sie selbst nicht fündig werden, dann tragen Sie sich bitte ein und machen Sie den Gesetzgeber auf diese Missstände aufmerksam!

Fragenkatalog mit Fragen an die Hebamme im Erstgespräch

Beim ersten Treffen oder bereits am Telefon findet ein Vorgespräch statt, in dem Sie Ihre Betreuerin alles fragen können, was Ihnen auf dem Herzen liegt. Primär geht es darum, die Hebamme und ihre Arbeitsweise kennen zu lernen, sowie die gegenseitige Sympathie auszuloten. Schließlich werden Sie über einen langen Zeitraum und während intimster Momente von dieser Frau betreut. Sie können sich aber auch vorab einen Fragenkatalog erstellen und diesen im Erstgespräch oder während der späteren Betreuungsphase abarbeiten. Typische Themen der Fragen im Vorgespräch sind:

  • Alternative Heilmethoden
  • Beckenendlage
  • Behördengänge nach der Geburt
  • Elternzeit und Elterngeld
  • Ernährung und verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft
  • Geburtsvorbereitung
  • Nachsorge, Rückbildung und Wochenbettbetreuung
  • Pflege und Gesundheit
  • Pränataldiagnostik
  • Risikoschwangerschaft
  • Schwangerschaftsbeschwerden
  • Sportliche Belastung vor und nach der Geburt
  • Stillen und Wickeln
  • Trageberatung
  • Verhütung
  • etc.

Neben den fachlichen Themen gibt es natürlich auch persönliche Fragen zum Ablauf, den Fähigkeiten und der Einstellung der Hebamme. Scheuen Sie sich daher nicht alles zu fragen über:

  • Ablauf, Dauer und Länge der Betreuung
  • Berufliche Erfahrung, Länge der beruflichen Tätigkeit
  • Einstellung zu fachlichen Themen (siehe oben)
  • Erfahrungsberichte und positive Erlebnisse von anderen Geburten
  • Erreichbarkeit mittels Smartphone oder E-Mail und terminliche Flexibilität
  • Kenntnis homöopathischer Behandlungsmittel und von Naturheilmitteln
  • Vertretung im Krankheitsfall
  • Vorhandensein eigener Kinder

Ausbildung

Wie viele Hebammen gibt es in Deutschland?

In Deutschland umfasst diese Berufsgruppe ca. 21000 Frauen. Nur etwa 10000-11000, also gut die Hälfte dieser Personen leistet auch Geburtshilfe in Krankenhäusern. Bei etwa 700.000 Geburten im Jahr werden in Deutschland jährlich ca. 65 Geburten pro Hebamme durchgeführt.

Fun Fact – Bei ca. 21000 Frauen in diesem Beruf gibt es Deutschlandweit gerade einmal sechs (!) Männer. Einer davon ist Melchiorre Messina:

Wie werde ich Hebamme?

Für diesen Beruf muss eine dreijährige Ausbildung an einer staatlich anerkannten Hebammenschule absolviert werden. Zum Studium gehört eine Praxisphase im Umfang von 480 Stunden. Während dieses Praktikums werden die Schwangerenvorsorge, die außerklinische Geburt und der Wochenbettverlauf gelehrt.

Mittlerweile findet auch eine zunehmende Akademisierung des Berufsfeldes statt. So hat der Wissenschaftsrat 2012, aufgrund immer komplexer werdender Anforderungen, empfohlen, dass die Hebammenausbildung zunehmend im Studium erfolgen soll. Ziel ist es, das zukünftige Personal neben der klinischen und ausserklinischen Versorgung auch in

  • Lehrtätigkeiten
  • Organisationsmangement
  • Personalmanagement
  • etc.

zu schulen und wissenschaftliche Karrierepfade zu ermöglichen.

Was für einen Abschluss braucht man als Hebamme?

Sie brauchen für die Hebammenausbildung folgende Voraussetzungen:

  1. Um für die Ausbildung zugelassen zu werden, muss eine erfolgreiche Gesundheitsprüfung vorliegen, die die gesundheitliche Eignung bescheinigt.
  2. Realschulabschluss bzw. vergleichbare abgeschlossene, zehnjährige Schulbildung. ODER
  3. Hauptschulabschluss mit absolvierter, zweijähriger Pflegevorschule oder erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung mit zweijähriger Ausbildungsdauer.
  4. Erlaubnis als Krankenpflegehelfer/in.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Hebamme?

Die Ausbildung beginnt mit sechs Monaten Probezeit, dauert drei Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung. Diese Abschlussprüfung besteht normalerweise aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. Die Dauer der Ausbildung kann auf Antrag (um zwölf Monate) verkürzt werden. Dies ist etwa bei einer Umschulung möglich, wenn eine abgeschlossene Ausbildung im Beruf Krankenschwester, Krankenpfleger, Kinderkrankenschwester oder Kinderkrankenpfleger vorliegt. Bei Nichtbestehen der Abschlussprüfung, verlängert sich die Dauer um bis zu einem Jahr.

Was verdient eine Hebamme? Wie hoch ist das Gehalt im Beruf?

In der Ausbildung wird als Gehalt eine Ausbildungsvergütung im Arbeitsvertrag festgeschrieben. Dieser Pflicht muss der Träger der Berufsausbildung gemäß Hebammengesetz nachkommen. Es gibt dort jedoch keine Vorgabe zur Höhe des Entgeldes, das die Hebamme in der Ausbildung verdient. Überstunden sind nach §15 Abs. (3) nur in Ausnahmefällen erlaubt und müssen als Gehalt vergütet werden.

Hebammen im öffentlichen Dienst werden anders bezahlt als Selbstständige oder Angestellte in privaten Praxen. Besonders Selbstständige mit Geburtshilfe haben hohe Versicherungsprämien an die Berufshaftpflicht zu zahlen, die sich bei diesem Beruf negativ aufs (Netto-) Gehalt auswirken. Zum 1. Juli zahlt diese Berufsgruppe jährlich 7639€ (!) Versicherungsprämie. Ein Grund warum in der Vergangenheit viele Hebammen die Selbstständigkeit bzw. die Geburtshilfe aufgegeben haben.

Der Brutto-Verdienst beim Gehalt sieht in diesem Beruf folgendermaßen aus [1]:

  • Ausbildung 1. Lehrjahr:   ca. 980€
  • Ausbildung 2. Lehrjahr: ca. 1040€
  • Ausbildung 3. Lehrjahr: ca. 1140€
  • Angestellt im öffentlichen Dienst – Einstiegsgehalt : ca. 2000-2400€
  • Angestellt im öffentlichen Dienst – Maximalgehalt : ca. 2800€
  • Angestellt in privater Praxis – Mindestlohn: 1470€
  • Selbstständig: Variabel, je nach Auftragslage

[1] Quelle: https://www.ausbildung.de/berufe/hebamme/gehalt/

Dieser Ratgeber ist Teil unserer Serie zum Thema Schwangerschaft und GeburtWeitere Themen:

  1. Geburtsvorbereitende Akupunktur
  2. Hebamme
  3. Muttermund in der Frühschwangerschaft


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