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Wochenfluss nach Kaiserschnitt: Infektionsgefahr & Hygienetipp

In diesem Ratgeber wird die Bedeutung vom Wochenfluss nach Kaiserschnitt mit  Verlauf, Anzeichen und Symptomen erklärt. Wir geben Tipps zur Pflege und Hygiene, sowie für den optimalen Heilungsverlauf und zeigen Ursachen von Komplikationen auf.

Was ist der Wochenfluss nach der Geburt?

Der  Wochenfluss wird auch postnataler Ausfluss oder Lochien genannt. Nach der Geburt bildet sich die Gebärmutter zurück und der Körper stößt die nicht mehr benötigten Bestandteile wie

  • Blut
  • Plazenta
  • Schleim
  • etc.

aus dem Körper aus. Diesen Vorgang nennt man Wochenfluss. Er tritt unabhängig davon auf, ob die Geburt auf natürlichem Wege oder per geplantem Kaiserschnitt (Wunschkaiserschnitt) bzw. Notkaiserschnitt erfolgte. Allerdings ist er etwas schneller beendet, als bei einer natürlichen GeburtAnzeichen und Symptome sind Blutungen, die zwischen zwei und sechs Wochen anhalten können. Während dieser Zeit ändert sich die Farbe wie folgt:

  • Hellrot (erste stärkere Blutungen)
  • Rosarot (einsetzende Heilungsphase)
  • Braun (fortgeschrittene Heilungsphase)
  • Gelb-Weiß (Endphase der Heilung)

Wenn sich die Mutter in dieser Zeit überanstrengt, dann kann es passieren, dass die Blutung zunimmt und sich die Farbe wieder mehr ins rötliche färbt. Sie sollte dies entsprechend als Warnhinweis deuten, dass der Körper zu stark belastet wurde und sich mehr Ruhe gönnen. Der Wochenfluss nach einem Kaiserschnitt kann von der Art mit der Periodenblutung vergleichbar sein oder auch schubweise erfolgen, hat aber eine höhere Intensität. Gerade am Anfang ist der Blutverlust sehr stark, da die  abgelöste Plazenta eine große Wunde in der Gebärmutter hinterlässt.

Hygiene und Pflege bei Wochenfluss nach Kaiserschnitt

Hygiene und Pflege beim Wochenfluss nach einem Kaiserschnitt unterscheiden sich nicht von den Empfehlungen bei einer natürlichen Geburt. Die Blutung kommt bei beiden Entbindungsarten vor und sollte mit Binden aufgefangen werden. Tampons dürfen wegen der Infektionsgefahr in den ersten sechs Wochen nicht verwendet werden, da die Gefahr besteht, dass Bakterien und Keime in die offenen Wunden gelangen können.

Wochenfluss nach Kaiserschnitt Tampon

Tampons sind beim Wochenfluss nach Kaiserschnitt tabu. In den ersten sechs Wochen besteht eine erhöhte Infektionsgefahr!

Falls Sie im Krankenhaus bereits mit Binden versorgt wurden, dann können Sie diese für Zuhause nutzen. Anfangs blutet der Wochenfluss nach dem Kaiserschnitt noch stärker und Sie können die Binden jede Stunde wechseln. Später vergrößern sich die Intervalle und es ist nur noch alle paar Stunden notwendig die Binde zu tauschen. Hygiene und Pflege ist in dieser Phase besonders wichtig. Achten Sie auf Sauberkeit und waschen Sie vor und nach dem Wechseln der Binden die Hände mit warmen Wasser. Insbesondere bei einem Dammriss besteht erhöhte Infektionsgefahr!

Gefahr in Verzug – Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten!

In einigen Fällen verläuft der Heilungsverlauf vom Wochenfluss gestört und es kommt zu Komplikationen. Damit Sie nicht zu viel Blut verlieren, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn plötzliche so starke Blutungen auftreten, dass die Binde innerhalb von einer Stunde blutgetränkt ist. Arzt oder Hebamme sind jetzt die richtigen Ansprechpartner. Wird Ihnen vom Blutverlust schwindelig, dann kann dies darauf hindeuten, dass bereits zu hoher Blutverlust erfolgte. Rufen Sie in diesem Fall umgehend den Notarzt! Weitere Komplikationen und Fälle, in denen man beim Wochenfluss nach Kaiserschnitt einen Arzt konsultieren sollte, sind beispielsweise:

  • Die Stärke der Blutung hat eine Woche nach der Geburt nicht abgenommen und ist hellrot.
  • Große Blutgerinnsel sind im Wochenfluss enthalten.
  • Es liegt unangenehmer Geruch vor, der von Schüttelfrost oder Kindbettfieber begleitet wird
  • Die Blutung läuft wie ein dauerhafter kleiner Strahl.

Dieser Artikel ist Inhalt unserer Serie zum Thema SchnittgeburtWeitere Themen:

  1. Kaiserschnitt [ BetäubungGeplantWochenfluss | Pro & Contra ]
  2. Kaiserschnittnarbe
  3. Wunschkaiserschnitt