Liste verbotener Lebensmittel in der Schwangerschaft

Als verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft gelten Nahrungsmittel, von deren Verzehr wegen gesundheitlicher Bedenken abgeraten wird.

Für viele Frauen ist der Verzicht auf Alkohol, Nikotin und Drogen in der Schwangerschaft eine Selbstverständlichkeit, um die Gesundheit ihres Baby zu schützen. Doch welche verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft mit genauso gesundheitlichen Risiken für das Kind verbunden sind, wissen nicht viele.

Wegen der erhöhten Gefahr, an einer Lebensmittelinfektion zu erkranken, sollte der Verzehr mancher Produkte besser auf die Zeit nach der Schwangerschaft verschoben werden. Denn die Toxoplasmose- und Listerioseerreger können über das Blut der Mutter auch auf das Baby übertragen werden.

Unser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick über Nahrungsmittel, die ein erhöhtes Risiko für Lebensmittelinfektionen aufweisen.

Der Ratgeber beleuchtet dabei folgende fünf Kategorien:

  1. Fleisch- und Geflügelprodukte
  2. Milch und Rohmilchprodukte
  3. Fisch und Meeresfrüchte
  4. Obst und Gemüse
  5. Desserts und Backwaren

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei lediglich um präventive Empfehlungen für die Schwangerschaft handelt. Die Lebensmittel sind nicht grundsätzlich schlecht. Beachten Sie einfach folgende Faustregel, um auf der sicheren Seite zu sein:

Vermeiden Sie in der Schwangerschaft den Verzehr tierischer, roher Produkte (wie z.B. Frischfleisch, Eier, Fischprodukte oder Rohmilchkäse) und waschen Sie vegetarisches Essen vor dem Verzehr immer gründlich unter fließendem Wasser ab!

Was sind verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft?

In der Schwangerschaft ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung das A und O. Denn diese trägt zu einem gesunden Wachstum des Babys bei. Der Speiseplan sollte gesund und abwechslungsreich sein, um das Kind mit genügend Nährstoffen, Schwangerschaftsvitaminen und Mineralien zu versorgen.

Bei der Gestaltung des Speiseplans sollte berücksichtigt werden, dass nicht jedes Nahrungsmittel bedenkenlos verzehrt werden kann.

Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft sind Nahrungsmittel, die einen guten Nährboden für die Vermehrung von Toxoplasmose- und Listeriose-Erreger bilden. Diese Parasiten bzw. Bakterien verursachen eine Lebensmittelinfektion, die sich über das Blut der Mutter auch auf das ungeborene Kind übertragen kann. Die Infektion kann im schlimmsten Fall zu einer Frühgeburt oder zu einer Fehlgeburt führen.

Das Immunsystem des Babys ist sowohl im Mutterleib als auch noch nach der Geburt nicht vollständig ausgereift. Deshalb sollte man das Baby in dieser Zeit gut gegen Krankheitserreger schützen.

Die Bezeichnung „verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft“ bedeutet nicht, dass das Essen grundsätzlich verboten ist, sondern, dass diese mit höchster Vorsicht verzehrt werden sollten.

Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft
Als verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft gelten die alltäglichen Leckerbissen, die ein erhöhtes Risiko für Lebensmittelinfektionen aufweisen.

Liste: Was darf man in der Schwangerschaft nicht essen?

1. Rohe Fleisch- und Geflügelprodukte

Fleisch und Geflügel enthalten viele Nährstoffe wie z.B. Eisen, Zink und Vitamin B. Da sie im rohen Zustand jedoch ein erhöhtes Risiko für Lebensmittelinfektionen aufweisen, zählen sie als verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft. Kochen oder braten Sie Fleischgerichte und geschlachtete Vögel immer vor dem Verzehr!

Diese Fleisch- und Geflügelprodukte sollten Sie besser meiden:

  • rohes Essen (z.B. Mett, Tartar, Carpaccio)
  • Rohwürste (z.B. Salami, Teewurst, Mettwurst)
  • rohe Pökelfleisch-Erzeugnisse (z.B. Lachsschinken, Rohschinken)

Kein Problem: z.B. gekochter Schinken, Wiener Würstchen, gekochter Kasseler, Leberwurst

2. Milch und Rohmilchprodukte

Auch Rohmilchprodukte können Listeriosebakterien enthalten. Da das Immunsystem schwangerer Frauen geschwächt ist, können sie durch die Bakterien ernsthaft erkranken. Produkte aus Rohmilch sind deshalb auch verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft.

Diese Rohmilchprodukte sollten Sie besser weglassen:

  • z.B. Rohmilchkäse, Mozzarella, Käserinde, Brie, Camembert, Feta

Kein Problem: pasteurisierte Milchprodukte (sind auf der Verpackung gekennzeichnet)

3. Fisch und Meeresfrüchte

Fisch und Meeresfrüchte enthalten viel Jod, Zink, Vitamin D und wichtige Omega-3-Fettsäuren, die zur gesunden Entwicklung des Kindes beitragen. Doch auch bei Fischprodukten gilt Vorsicht (wie z.B. bei Räucherlachs in der Schwangerschaft)! Denn Fisch und Meeresfrüchte gelten ebenfalls als verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft.

Diese Fisch- und Meeresfrüchte-Produkte sollten Sie besser meiden:

  • Rohfisch und rohe Meeresfrüchte (z.B. Sushi, Austern, Carpaccio)
  • geräucherte / gebeizte Fischerzeugnisse (z.B. Räucherlachs, Stremellachs, geräucherte Forelle)
  • Matjes, Sahnehering

Kein Problem: z.B. gekochte und gebratene Meeresfrüchte, Thunfisch aus der Dose

4. Obst und Gemüse

Obst und Gemüse sind wichtige Vitaminlieferanten. Diese sollten vor dem Verzehr gründlich unter fließendem Wasser gewaschen werden. Wer sicher gehen möchte, kann die Schalen von Apfel, Gurke & Co. zusätzlich schälen.

Dieses Essen gehört nicht auf den Teller:

  • unverarbeitete, ungewaschene Früchte und Gemüseprodukte
  • abgepackte Salate
  • rohe Keimlinge und Sprossen

Kein Problem: z.B. gegarte Keimlinge und Sprossen, gewaschene und geschälte Waren, erhitztes Kompott

5. Desserts, Süßigkeiten und Backwaren

Außerdem gelten auch manche Desserts, Süßigkeiten und Backwaren als verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft.

Diese Desserts und Backwaren sollten Sie besser vermeiden:

  • belegte Brötchen und Sandwiches aus der Theke
  • Schnittchen und Kuchen mit roher Füllung (z.B. Sahne und Creme)
  • Desserts mit frischen Eiern (z.B. Tiramisu, Zabaione)
  • Lakritz

Kein Problem: z.B. Backwaren ohne Füllung, Brote und Brötchen, Müsli, erhitzte Getreideprodukte (z.B. Haferbrei)

Dieses Video fasst für Sie noch einmal zusammen, auf was Sie bei der Ernährung in der Schwangerschaft achten sollten:

Die richtige Zubereitung in der Schwangerschaftf

Mit der richtigen Hygienemaßnahme können fast alle essbaren Erzeugnisse in der Schwangerschaft gegessen werden. Nachfolgend zeigen wir Ihnen 5 Tipps, wie Sie sich vor einer Lebensmittelinfektion schützen können.

  1. Waschen Sie sich immer sorgfältig die Hände! Dies gilt sowohl vor dem Kochen als auch nach dem Abwaschen der Nahrungsmittel oder nach dem Kontakt mit rohen Fleischprodukten und Fischerzeugnissen.
  2. Waschen Sie rohe Früchte und Gemüsewaren immer gründlich unter fließendem Wasser.
  3. Fleisch und Fisch muss vor dem Verzehr ausreichend gekocht oder gebraten werden. Durch die Hitze werden die Krankheitserreger zerstört.
  4. Wählen Sie nur frische Zutaten für Ihren Speiseplan und bewahren Sie bereits geöffnete Packungen nicht zu lange im Kühlschrank auf.
  5. Bereiten Sie Salate erst kurz vor dem Verzehr zu und verbrauchen Sie ihn schnell.

Dieser Artikel gehört zur Serie zum Thema Essen und Trinken in der Schwangerschaft. Überblick aller Ratgeber:


Letzte Aktualisierung der Produktboxen am: 19.07.2018 | Alle Preise dieser Seite sind inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten | Affiliate Links & Bilder entstammen der Amazon Product Advertising API.