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Warum Rohmilchkäse in der Schwangerschaft verboten ist

Beim Verzehr von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft ist höchste Vorsicht geboten! An sich ist Käse ein super leckerer und wichtiger Kalzium- und Proteinspender für Schwangere. Allerdings fallen einige Käsesorten unter die verbotenen Lebensmittel in der Schwangerschaft.

Warum Sie Rohmilchkäse in der Schwangerschaft besser meiden sollten und welche appetitlichen Alternativen zu Rohmilchkäse Sie haben, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Warum Sie Rohmilchkäse in der Schwangerschaft nicht essen sollten

Der Genuss von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft sollte umgangen werden. Denn diese Käsesorte fördert das Wachstum von Listerien und hat somit ein erhöhtes Risiko für Listeriose.

Listerien lösen eine Lebensmittelvergiftung aus, die sich sowohl negativ auf das Wohlbefinden der Mutter als auch auf Ihr Kind auswirkt. Über die Blutbahn der Mutter gelangen die Listerien zum Ungeborenen, wo Sie im Extremfall erheblichen Schaden anrichten.

So besteht ab der 5. SSW ein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt und ab der 25. SSW können sich Listerien und Keime auf das Baby übertragen. In seinen ersten Lebenswochen kann ein infiziertes Baby KrampfanfälleAtemprobleme oder eine Gehirnhautentzündung erleiden.

Listeriose tritt häufig nach dem Verzehr tierischer, roher Produkte und verarbeiteten Lebensmitteln aus Rohmilch auf. Aus diesem Grund ist auch Rohmilchkäse in der Schwangerschaft von der Warnung vor dem Verzehr in der Schwangerschaft betroffen. Die Symptome der Listeriose äußern sich z.B. durch Magen-Darm-Beschwerden wie z.B. Durchfall, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber und Schüttelfrost. Ein Listeriose Test mittels Urintest oder Bluttest kann Listerien nachweisen.

Bei gesunden Menschen verläuft eine Lebensmittelvergiftung meist mild und lässt sich gut behandeln. Ältere, schwache Menschen und schwangere Frauen hingegen, können lebensbedrohliche Folgen davontragen. Ihr Immunsystem ist besonders anfällig für die Erreger, sodass häufig Antibiotika zum Einsatz kommen. Antibiotika sollten in der Schwangerschaft jedoch bekanntlich nicht genommen werden. Deshalb ist eine medikamentöse Behandlung oft nicht möglich, was ein erhöhtes Gesundheitsrisiko bedeutet.

Wegen des erhöhten Infektionsrisikos sollte Rohmilchkäse in der Schwangerschaft also besser nicht gegessen werden.

Rohmilchkäse in der Schwangerschaft

Der Verzehr von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft sollte gemieden werden. Denn diese Käsesorte weist ein erhöhtes Risiko für Listeriose-Erreger auf.

Welche Alternativen zu Rohmilchkäse in der Schwangerschaft darf ich essen?

Trotz des Verbots von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft, haben Sie die Möglichkeit, noch viele andere leckere Käsesorten zu probieren.

Beliebte und erlaubte Käsesorten, die Sie bedenkenlos in der Schwangerschaft genießen dürfen, sind folgende:

  • Schnittkäse und Weichkäse ohne Rinde und aus pasteurisierter Milch (z.B. Gouda, Butterkäse, Tilsiter, Leerdammer, Edamer, Cheddar, Camembert, Brie)
  • Hartkäse ohne Rinde (z.B. Emmentaler, Bergkäse, Parmesan)
  • Kochkäse und Schmelzkäse
  • gut erhitzte Käsespeisen (z.B. Ofenkäse, Camembert aus dem Backofen, Käsefondue, Raclette)
  • industriell hergestellter und verpackter Frischkäse und eingelegter Käse (z.B. Schafskäse, Feta, Mozzarella, Ricotta, Mascarpone, Hüttenkäse)

Rohmilchkäse in der Schwangerschaft – Weitere verbotene Käsesorten in der Schwangerschaft

Neben Rohmilchkäse in der Schwangerschaft gibt es noch weitere verbotene Käsesorten, die der Schwangerschaft nicht gegessen werden sollten. Denn diese weisen ein besonders erhöhtes Risiko für das Wachstum von Listeriose-Erregern auf. Auf die nachfolgenden Käsesorten sollten Sie in der Schwangerschaft also besser verzichten:

  • Schnittkäse und Weichkäse aus Rohmilch (z.B. Brie, Camembert, Roquefort)
  • Weichkäse mit Oberflächenschmiere (z.B. Münster, Limburger, Romadur)
  • vorgefertigter und abgepackter Reibekäse (z.B. Pizza-Käse, Auflauf-Käse)
  • eingelegter Käse und Frischkäse aus offenen Gefäßen (z.B. Schafskäse, Mozzarella, Feta, Kräuterquark und Frischkäse aus der Theke)

Wenn Sie auf Rohmilchkäse in der Schwangerschaft nicht verzichten möchten

Wenn Sie auf den Genuss von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft nicht verzichten möchten, sollten Sie ihn vor dem Verzehr unbedingt gut erhitzen. Auf diese Weise töten Sie mögliche Listeriose-Erreger ab, sie sich auf dem Käse abgesetzt haben. Schneiden Sie außerdem sicherheitshalber immer die Rinde aller Käse und Rohmilch-Käsesorten ab, bevor Sie sie essen.

Übrigens: Je älter ein Käse gereift ist, desto unbedenklicher wird der Verzehr.

Denn die Listerien überleben zu lange Reifezeiten nicht. Abhängig von der Dauer ihrer Reifezeit können gegebenenfalls auch einige Weichkäse und Schnittkäse aus Rohmilch in der Schwangerschaft gegessen werden.

Tipps zum sicheren Einkauf von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft

Wenn Sie im Supermarkt einkaufen, wird Ihnen auffallen, dass Produkte aus Rohmilch immer gekennzeichnet sind. Schauen Sie  deshalb vor jedem Kauf genau auf die Verpackung. Lebensmittel aus Rohmilch sind auf ihrem Etikett mit der Bezeichnung „aus Rohmilch hergestellt“ gekennzeichnet.

Weitere wichtige Hinweise zur gesunden Ernährung in der Schwangerschaft erhalten Sie in diesem Video: