Einnistungsblutung – Anzeichen und Unterschiede der Nidationsblutung

Die Einnistungsblutung (Nidationsblutung) ist ein natürlicher Vorgang, der stattfindet, sobald sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. Dies geschieht etwa fünf bis zehn Tage nach dem Eisprung. In den meisten Fällen fällt die Blutmenge sehr schwach, sowie das Empfinden schmerzlos aus und wird daher kaum von den Frauen bemerkt. Generell ist eine äußerlich sichtbare Blutung, die eventuell mit einem begleitenden Einnistungsschmerz einhergeht, eher selten. Des Weiteren ist die Nidationsblutung kein sicheres Indiz für eine Schwangerschaft.

Woran Sie eine Einnistungsblutung erkennen und wie Sie diese von Ihrer natürlichen Periode unterscheiden können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wann tritt die Einnistungsblutung auf und woran kann ich sie erkennen?

Die Einnistungsblutung tritt ungefähr fünf bis zehn Tage (manchmal auch bis zu vierzehn Tage) nach dem Eisprung auf, wenn sich der Embryo, der in diesem Stadium noch „Blastozyste“ genannt wird, in der Gebärmutterschleimhaut einnistet.

Die Blutung entsteht folglich durch die Beschädigung von Blutgefäßen der Gebärmutter und der Gebärmutterschleimhaut.

Da eine äußerlich sichtbare Einnistungsblutung insgesamt eher selten auftritt, bleibt sie von den meisten Frauen unbemerkt.

In manchen Fällen kann es allerdings sogar zu einer sichtbaren Blutmenge kommen, die mit einem sehr leichten Einnistungsschmerz einhergeht. Diese wird jedoch von jeder Frau unterschiedlich wahrgenommen.

Sollte es zu einem sichtbaren Blutaustritt kommen, kann man in der Regel nur eine sehr schwache und schnell wieder abklingende Blutung beobachten. Das sichtbare Blut ist meist leicht rosa bis hellrot. Es kann in manchen Fällen aber auch bräunlich werden, z.B. wenn diese ihre Farbe durch die Luft bereits verändert hat.

Ist das Einnistungsblut eine 100% Garantie für eine Schwangerschaft?

Kurz gefasst: Nein. Kein frühes Schwangerschaftsanzeichen kann eine Schwangerschaft zu 100 Prozent sicher bestätigen. Die einzige Gewissheit kann nur ein Schwangerschaftstest beim Frauenarzt oder einer aus der Apotheke bzw. aus der Drogerie liefern.

Vermeintliche „Schwangerschaftsanzeichen“ wie Krämpfe, Übelkeit, Schwindel, Gefühlsschwankungen, Heißhunger, vermehrter Ausfluss oder Blutungen können in diesem Zeitraum auch durch andere Ursachen hervorgerufen werden.

Beispiele sind:

  • ein natürlicher Hormonabfall in der zweiten Zyklushälfte
  • Hormonstörungen
  • eine Folge eines Progesteronmangels
  • Infektionen (z.B. durch Pilze, Chlamydien, etc.)
  • Erkrankungen des Verdauungstraktes
  • zu niedriger/ hoher Blutdruck
  • PMS (prämenstruelles Syndrom)
  • seelischer Stress

Außerdem sind befruchtete Eizellen in einem frühen Stadium häufig nicht überlebensfähig und werden somit unbemerkt mit der nächsten Periode wieder abgestoßen.

Achtung: Eine ausbleibende Blutung bei der Einnistung deutet auch nicht auf eine nicht-bestehende Schwangerschaft hin.

Sollten Sie die Vermutung haben, dass eine Schwangerschaft besteht, empfiehlt es sich, einen Schwangerschaftstest durchzuführen.

Einnistungsblutung
Eine Einnistungsblutung kann auf eine Schwangerschaft hindeuten. Jedoch ist sie kein 100% Indiz dafür. Diese kann nur durch einen Schwangerschaftstest sicher bestätigt werden.

Ist das eine Nidationsblutung oder Periodenblutung?

Anhand der unterschiedlichen Blutungsmerkmale lassen sich die beiden Blutungsarten voneinander unterscheiden. Typische Unterscheidungsmerkmale die Faktoren Zeitpunkt des Auftretens, Aussehen, Blutungsstärke und die Blutungsdauer.

Wussten Sie schon, dass die Nidationsblutung zum Mythos „Schwanger trotz Regelblutung“ führt? Das liegt daran, dass sie circa fünf bis vierzehn Tage nach dem Eisprung auftreten kann. Die natürliche Periode setzt ebenfalls circa 14 Tage nach dem Eisprung ein. Durch eine zufällige zeitliche Überschneidung vermuten Frauen ihre Monatsblutung zu haben, obwohl tatsächlich eine Einnistung stattfindet. Frauen können deshalb nicht schwanger trotz Periode werden!

  • Zeitpunkt: Die Periode beginnt etwa 14 Tage nach dem Eisprung, wohingegen die Nidationsblutung ungefähr 5 bis 10 Tage nach dem Eisprung stattfindet.
  • Aussehen: Die Periode hat eine eher rosa bis mittelrote Färbung. Die Nidationssblutung zeigt sich durch eine rosa bis bräunliche Färbung aus.
  • Stärke: Die Blutungsstärke variiert bei der Menstruation häufig (siehe auch Menstruationskalender). Meist ist diese jedoch deutlich stärker und nimmt zum zweiten Blutungstag zu. Die Nidationsblutung macht sich hingegen, wenn überhaupt, durch Schmierblutungen bemerkbar.
  • Dauer: Die Menstruation dauert bei vielen Frauen zwischen 3 und 7 Tage. Die Blutung hält hingegen meist nur wenige Stunden bis einen Tag an.
  • Schmerzen: Viele Frauen leiden während ihrer Periode unter Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen oder Übelkeit. Die Nidationsblutung verursacht nur manchmal einen leichten Einnistungsschmerz.

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie zum Thema Anzeichen und Tests in der SchwangerschaftWeitere Themen:


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