Muttermilch-Produktion anregen – So steigern Sie wirksam die Milchbildung zum Stillen

Viele Mütter mit Stillproblemen fragen sich, wie sie die Muttermilch-Produktion anregen und steigern können. Denn manchmal fließt nur sehr wenig aus der Brust. Wenn Mütter zu wenig Milch spenden, ist es jedoch meist ein Zeichen für eine falsche Stilltechnik.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie mit einfachen Tipps die Muttermilch-Produktion anregen, steigern und fördern.

Muttermilch-Produktion anregen und steigern: Auf die richtige Stilltechnik kommt es an

Die Muttermilch-Produktion anregen und steigern ist eigentlich ganz einfach. Denn die Milchbildung setzt mit dem Saugreflex des Babys von selbst ein. Das bedeutet, dass das Baby zunächst einmal richtig an der Brust saugen muss. Wenn das nicht gelingt, ist zu großer Wahrscheinlichkeit die Stillposition falsch. Korrigieren Sie in dem Fall Ihre Stillhaltung und legen Sie Ihr Baby richtig an die Brust an.

Außerdem können Sie die Milchbildung fördern, indem Sie die Stillfrequenz erhöhen und Ihr Baby häufiger an die Brust anlegen. Auch das Abpumpen mit einer Milchpumpe fördert die Milchbildung. Denn die Bewegung der Milchpumpe stimuliert und massiert die Brust gleichzeitig.  Dadurch regt sie die Milchbildung zusätzlich an.

Für die Aufrechterhaltung der Milchbildung und damit Sie die Muttermilch-Produktion anregen, ist es wichtig, dass sich die Brust regelmäßig und vollständig entleert. Bieten Sie Ihrem Baby deshalb immer beide Brüste an. Lassen Sie es so lange an der Brust trinken, bis es satt ist und von selbst aufhört zu saugen. Sollte eine Brust Ihr Baby bereits sättigen, wechseln Sie beide Brüste ab. Somit können Sie an beiden Brüsten gleichzeitig und gleichmäßig die Milchbildung fördern.

In den ersten zwei Lebenswochen nach der Geburt sollten Sie Ihr Kind acht bis zehn Mal innerhalb von 24 Stunden stillen. Das heißt etwa alle drei Stunden am Tag. Wenn Sie in dieser Anfangszeit regelmäßig die Muttermilch-Produktion anregen, reduziert sich der Bedarf an Stillmahlzeiten auf nur noch sechs bis acht mal am Tag.

Muttermilch anregen
Neben einer gesunden Ernährung und Lebensweise kann auch eine richtige Stillposition die Produktion von Muttermilch anregen.

Mit einer gesunden Ernährung und Lebensweise die Muttermilch-Produktion anregen

Neben der geeigneten Stilltechnik kann auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung und Lebensweise die Muttermilch-Produktion anregen und steigern. Essen Sie immer gesunde, ausgewogene Lebensmittel und trinken Sie mindestens 2 Liter am Tag. Wenn Sie sich mit dem Trinken schwer tun, wechseln Sie regelmäßig zwischen stillem Wasser oder ungesüßten Tees ab. Achten Sie aber darauf keinen Pfefferminztee in der Schwangerschaft oder Salbeitee in der Schwangerschaft und Stillzeit zu trinken. Denn das Heilkraut Salbei hat zu dieser Zeit unerwünschte Nebenwirkungen, die die Milchbildung hemmen, statt fördern.

Als erfolgreich milchfördernde Lebensmittel und Hausmittel haben sich eine kohlenhydratreich und Vitamin-B-reiche Ernährung, Malzbieralkoholfreies Bier in der Schwangerschaft, Fencheltee, Getreidekaffee und Bockshornklee zum Stillen etabliert. Diese sollen besonders die Milchbildung fördern.

Sowohl in der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit sollten Sie auf Alkohol und Zigaretten rauchen verzichten. Denn diese schädlichen Inhaltsstoffe gehen in die Brustmilch über und sind dort noch bis zu 2 Stunden nachweisbar. Kinder dürfen übrigens nicht im Bett der Eltern schlafen, wenn diese rauchen oder Alkohol konsumieren. Denn hier ist das Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöht.

Vorsicht bei Frühgeburt und Schwangerschaftskomplikation

Normalerweise wird ein Baby direkt nach seiner Geburt an der Brust gestillt. Das zeitnahe Stillen begünstigt die Milchbildung und bereitet die Mutter auf die Stillzeit vor. Wenn nun aber eine Frühgeburt oder eine Schwangerschaftskomplikation vorliegt, muss das Kind nach seiner Geburt auf die Intensivstation. In diesem Fall sind Mutter und Kind für einige Zeit getrennt und es ist nicht möglich, an der Brust zu stillen.

Spätestens nach vier bis sechs Stunden nach der Geburt muss die Mutter mit dem Abpumpen der Brust beginnen und dadurch die Milchbildung fördern. Die Milchbildung muss sie konstant aufrechterhalten, bis das Baby zum Stillen bereit ist. Fehlt die Milchbildung in der ersten Zeit nach der Geburt, wird es zukünftig schwerer, das Baby zu stillen.

Dieser Artikel gehört zum Ratgeber zum Thema Muttermilch. Überblick aller Artikel:



Letzte Aktualisierung der Produktboxen am: 14.11.2018 | Alle Preise dieser Seite sind inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten | Affiliate Links & Bilder entstammen der Amazon Product Advertising API.