Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft – Tipps zu Risiken, Pflege & Vorbeugung eines Zuwachsens

Viele schwangere Frauen stellen sich die Frage, ob Sie ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft herausnehmen müssen. Denn die Angst vor dem Risiko, dass sich der Bauchnabel mit zunehmendem Wachstum des Babybauches überdehnt und einreißt, ist bei vielen sehr groß. Manche Schwangere haben auch Angst, durch Verletzungen des Bauchnabels, ihr Kind mit möglichen Bakterien oder Erregern zu infizieren.

Prinzipiell ist das Tragen eines Nabelpiercings in der Schwangerschaft möglich. Allerdings ist die Voraussetzung zum sicheren Tragen eine sorgfältige Pflege und hohe Vorsichtsmaßnahmen. Alternativ kann auf ein Schwangerschaftspiercing umgestiegen werden, das Risiken vorbeugt.

In diesem Ratgeber zum Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft erfahren Sie

  • wann Sie ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft herausnehmen müssen
  • welche Risiken und Nachteile Sie berücksichtigen sollten
  • wie Sie den Bauchnabel sorgfältig pflegen
  • wie Sie mit einem Schwangerschaftspiercing weiterhin dekorativen Schmuck am Bauchnabel tragen können.

Wann muss ich meinen Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft herausnehmen?

Prinzipiell ist es erlaubt, einen Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft zu tragen. Doch genauso wie beim Tätowieren oder bei der Modellierung von Gelnägel in der Schwangerschaft, ist hier höchste Vorsicht geboten.

Um eventuelle Risiken wie Verletzungen und Infektionen am Bauchnabel zu vermeiden, sollten Sie ihren Bauchnabel sehr gut pflegen und auf das Wachstum vom Baby im Bauch vorbereiten. Bei Verletzungen oder Hautirritationen wie Juckreiz und Ausschlag am Bauchnabel sollte das Piercing in jedem Fall entfernt werden.

Selbstverständlich können Sie das Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft auch vorsorglich herausnehmen, um jedes Risiko einer Verletzung oder Infektion zu umgehen. Jedoch kann nicht garantiert werden, dass das Loch nicht wieder zusammenwächst.

Ihr Frauenarzt wird zumindest bei Vorsorgeuntersuchungen und bei weiteren Schwangerschaftsuntersuchungen im späteren Schwangerschaftsverlauf darauf bestehen, dass Sie ihr Piercing am Bauchnabel herausnehmen. Zwar birgt es in dem Moment keine Gefahren oder Probleme beim Ultraschall, jedoch kann es beim Ultraschall hin und wieder zum Störfaktor werden.

Aus Sicht des Komforts und der Vorbeugung von Risiken empfiehlt es sich, am besten gleich vorsorglich das Piercing zu entfernen.

Welche Risiken und Nachteile birgt ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft?

Ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft hat verschiedene Risiken und Nachteile. Diese sind beispielsweise:

  • erhöhtes Risiko für Verletzungen und ein Einreißen des Lochs oder Stichkanals
  • hormonelle Veränderungen: allergische Reaktion, Entzündung, Infektion
  • Störfaktor beim Ultraschall

Der Bauchnabel wird grundsätzlich schwächer durchblutet als andere Körperstellen. Aus diesem Grund verheilen Wunden am Bauchnabel langsamer.

Da der Babybauch mit der Zeit immer mehr an Volumen gewinnt, ist das Risiko für Verletzungen oder gar ein Einreißen des Lochs oder Stichkanals erhöht. Denn die kleine Hautfalte am Bauchnabel wird durch ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft mit der Zeit immer strammer, sodass die Gefahr steigt, dass das Loch oder der Stichkanal einreißen. Dies wäre nicht nur sehr schmerzhaft, sondern aufgrund der Infektionsgefahr auch gefährlich für Mutter und Kind.

Weiterhin ist der Körper der Frau in der Schwangerschaft durch hormonelle Veränderungen besonders anfällig für allergische Reaktionen, Entzündungen und Infektionen. Deswegen ist eine bestmögliche Körperhygiene und ein sofortiges Säubern, sowie Desinfizieren eines Risses durch einen Bauchnabelpiercing Pflicht.

Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft
Ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft sollte aus Sicherheitsgründen entfernt werden. So können Risiken wie Infektionen und Verletzungen des Bauchnabels vermieden werden. Wer auf den Schmuck nicht verzichten möchte, kann auf ein weniger gefährliches Schwangerschaftspiercing zurückgreifen.

Wie pflege ich mein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft?

Wenn Sie ihr Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft weiterhin tragen möchten, müssen Sie sehr vorsichtig sein und ihren Bauchnabel unbedingt gut pflegen.

Achten Sie auf eine bestmögliche Körperhygiene und säubern Sie das Piercing regelmäßig.

Ist die Haut bereits gerissen, sollten Sie die Wunde umgehend desinfizieren, um die Risiken einer Infektion zu minimieren. Entfernen Sie das Piercing so lange, bis die Wunde verheilt ist.

Alternativ können Sie auch ein bequemes und vor allem risikoarmes Schwangerschaftspiercing umsteigen.

Wie beuge ich mit einem Schwangerschaftspiercing Risiken und ein Zuwachsen des Nabels vor?

Wenn Sie auf ihr Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft nicht verzichten möchten, bietet ihnen ein Schwangerschaftspiercing eine gute Alternative. Ein Schwangerschaftspiercing besteht aus PTFE-Stäben. Polytetrafluorethylen ist ein körperverträgliches Kunststoff, das beispielsweise auch als künstliche Gelenke für den Körper Einsatz findet.

Die Vorteile von einem Schwangerschaftspiercing aus PTFE sind:

  • kein Verkleben vom Wundsekret
  • sehr biegsam, passt sich an den Babybauch an
  • hoher Tragekomfort durch extreme Flexibilität
  • antiallergisch und physiologisch unbedenklich
  • bei Bedarf längere Länge, da sich mit dem Wachstum des Babybauchs auch der Stichkanal verlängert

Was muss ich beachten, wenn ich mein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft herausnehmen möchte?

Möchten Sie ihr Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft herausnehmen, haben aber Angst, dass das Loch bzw. der Stichkanal zuwächst?

Dann können Sie beruhigt sein! Denn in der Regel wächst das Loch bzw. der Stichkanal nicht zusammen, wenn er gesund ist. Ein bereits verheilter und schon lange bestehender Stichkanal kann auch ein paar Monate ohne Bauchschmuck auskommen, ohne sich zu schließen.

Was jedoch passieren kann ist, dass sich das Loch verengt und dass das Wiedereinsetzen des Piercings nach der Schwangerschaft schwieriger wird. Hier sind allerdings Desinfektionsmittel oder spezielles Piercing-Gel als Gleitmittel hilfreich

Alternativ kann der Piercer auch Abhilfe schaffen und den Stichkanal wieder auf die ursprüngliche Größe dehnen. Lassen Sie dies aber erst nach zwei bis drei Monaten nach der Geburt vorsichtig durchführen.

Die Entscheidung, ob Sie nun ihr Bauchnabelpiercing herausnehmen oder nicht, ist letztendlich Ihnen überlassen. Achten Sie jedoch auf Ihr Bauchgefühl und gehen Sie vorsichtig mit dem Piercing um.

Dieser Beitrag gehört zu unserer Artikelserie zum Thema Lifestyle und Schönheit in der Schwangerschaft. Weitere Ratgeber sind:

  1. Bauchnabelpiercing
  2. Gelnägel


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